{"id":146,"date":"2013-11-06T14:51:41","date_gmt":"2013-11-06T12:51:41","guid":{"rendered":"http:\/\/v45836.1blu.de\/?page_id=146"},"modified":"2013-11-28T06:38:19","modified_gmt":"2013-11-28T05:38:19","slug":"usb-festplatten","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/c64-online.com\/?page_id=146","title":{"rendered":"USB Festplatten"},"content":{"rendered":"<p>F\u00fcr viele Projekte ist die Entscheidung zu einem Raspberry Pi der sehr geringe Stromverbrauch die Basis. Oftmals braucht man aber Festplatten, um die gew\u00fcnschten Daten vorzuhalten. Verfolgt man den Stromspargedanken, bieten sich also 2,5&#8243; Festplatten ohne eigenes Netzteil an. Aber wie kommt man zu einem sehr geringen Stromverbrauch bei gleichzeitiger komfortablen Festplattennutzung?<\/p>\n<p>Bei der Installation und Inbetriebnahme meines ersten Pi-Serversystems habe ich mich f\u00fcr den Einsatz von zwei 2,5&#8243; USB-Festplatten als Speichermedium entschieden. Eine Festplattte enth\u00e4lt dabei meine Datenbest\u00e4nde und die zweite dient als Sicherungsmedium, auf das ich jede Nacht einen Datenabgleich per &#8222;rsync&#8220; laufen lasse.<\/p>\n<p>Da der Einsatz eines Raspberry Pi als Server nat\u00fcrlich auch durch den geringen Stromverbrauch anbietet diesen rund um die Uhr laufen zu lassen, wollte ich nat\u00fcrlich sicher stellen, dass die USB-Festplatten nach einer gewissen Leerlaufzeit in den Ruhemodus gehen, also aufh\u00f6ren zu drehen. Im Normalfall werden die USB-Festplatten mittels des Befehls &#8222;<em><strong>mount<\/strong><\/em>&#8220; eingebunden. Allerdings gibt es Festplatten, und dazu geh\u00f6rt z.B. auch meine <strong>Toshiba Stor.E Basics 1 TB USB 3.0<\/strong>, die dann nicht mehr in den eigentlich eingebauten Sleepmodus gehen. Das bedeutet, sie laufen endlos weiter und verbrauchen unn\u00fctz Strom.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\"><strong>Wichtiger Hinweis:<\/strong> <\/span>Ich habe nach rund zwei Wochen die <strong>Toshiba Stor.E Basics<\/strong> gegen eine zweite <strong>WD Elements SE<\/strong> Festplatte ersetzt. Es zeigte sich, dass der USB-Controller der Toshiba Festplatte den USB-Bus nach sp\u00e4testens f\u00fcnf Tagen zur\u00fccksetzte, und damit nicht nur die Verbindung zu allen USB-Ger\u00e4ten, sondern auch zum Netzwerkinterface verloren ging. Dieses konnte dann nur durch einen Reboot behoben werden. Diesen Fehler konnte ich bei zwei weiteren Raspberry Pi nachstellen! Also ist die Toshiba Festplatte nicht f\u00fcr den Pi geeignet.<\/p>\n<p>Zum einfachen Einbinden von Festplatten nutze ich das Tool &#8222;<em><strong>udisks<\/strong><\/em>&#8222;. Ich habe dann in die Datei <em><strong>\/etc\/rc.local<\/strong><\/em>\u00a0 (diese Datei wird bei jedem Bootvorgang automatisch ausgef\u00fchrt) folgende Zeile eingef\u00fcgt:<\/p>\n<pre>udisks --mount \/dev\/sda1<\/pre>\n<p>Mit dieser Zeile wird die erste Partition der ersten angeschlossenen USB-Festplatte automatisch gemountet. Die Festplatte wird dann in das Verzeichnis <em><strong>\/media<\/strong><\/em> gemountet und besitzt dort dann den Eintrag der so lautet, wie die Partitionsbezeichnung auf der Festplatte. Hat die Partition keinen Namen, lautet der Eintrag so, wie die Laufwerks-ID, die beim Formatieren immer automatisch vergeben wird.<\/p>\n<p>Nun wollen wir aber auch, dass die Festplatten nach einer gew\u00fcnschten Zeit in den Sleepmodus gehen, also aufh\u00f6ren zu drehen. Das funktioniert einfach und zuverl\u00e4ssig mit dem Tool &#8222;<em><strong>hd-idle<\/strong><\/em>&#8222;. Dieses muss jeodch zun\u00e4chst installiert werden. Das funktioniert mit den folgenden Befehlen:<\/p>\n<pre>sudo apt-get install libc6-dev:armhf dpkg-dev debhelper\r\ncd \/tmp\r\nwget http:\/\/sourceforge.net\/projects\/hd-idle\/files\/latest\/download?source=files\r\nmv download hd-idle.tgz\r\ntar -xzvf hd-idle.tgz\r\ncd hd-idle\r\nsudo dpkg-buildpackage -rfakeroot\r\ncd ..\r\nsudo dpkg -i hd_idle_1.04_armhf.deb<\/pre>\n<p>Zuerst werden eine Library sowie das Tool zu Erstellen von Installationspaketen (.deb) installiert. Dann gehen wir\u00a0 in das tmp-Verzeichnis und laden die Quellen des hd-idle-Tools herunter. Die Datei wird von &#8222;download&#8220; in &#8222;hd-idle.tgz&#8220; umbenannt und mit dem tar-Befehl entpackt. Anschlie\u00dfend erstellen wir mit dem dpkg-buildpackage Befehl das Installationspaket und instellieren dieses im Anschlu\u00df dann.<\/p>\n<p>Zum Aktivieren k\u00f6nnen wir einfach in die Datei <em><strong>\/etc\/rc.local<\/strong><\/em> zus\u00e4tzlich die folgende Zeile hinzuf\u00fcgen:<\/p>\n<pre>hd-idle -i 1200<\/pre>\n<p>Mit diesem Befehl wird bei jedem Bootvorgang eingestellt, dass nach 1200 Sekunden, also 20 Minuten jede inaktive Festplatte in den Sleepmodus gesetzt wird. Man k\u00f6nnte mit der Angabe des Device-Namen dieses auch auf bestimmte Festplatten anwenden. Allerdings ist bei USB-Festplatten die Reihenfolge der Anbindung und damit der Device-Name nicht immer der gleiche, sobald mehr als nur eine Festplatte angeschlossen sind. Ein Beispiel f\u00fcr die Festplatte SDA (also die erste erkannte Festplatte am System) w\u00fcrde dann so aussehen:<\/p>\n<pre>hd-idle -a sda -i 1200<\/pre>\n<p>Soll z.B. SDA nach 1200 Sekunden und SDB nach 900 Sekunden in den Sleepmodus gehen kann das wie folgt in einer Zeile zusammengefasst werden:<\/p>\n<pre>hd-idle -a sda -i 1200 -a sdb -i 900<\/pre>\n<p>Ich habe meinen Fileserver mit den hier genannten Einstellungen nun schon viele Wochen erfolgreich und ohne Reboots am Laufen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr viele Projekte ist die Entscheidung zu einem Raspberry Pi der sehr geringe Stromverbrauch die Basis. Oftmals braucht man aber Festplatten, um die gew\u00fcnschten Daten vorzuhalten. Verfolgt man den Stromspargedanken, bieten sich also 2,5&#8243; Festplatten ohne eigenes Netzteil an. Aber wie kommt man zu einem sehr geringen Stromverbrauch bei gleichzeitiger komfortablen Festplattennutzung? Bei der Installation &#8230;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/c64-online.com\/?page_id=146\" class=\"more-link\">Continue reading &lsquo;USB Festplatten&rsquo; &raquo;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":113,"menu_order":1,"comment_status":"open","ping_status":"open","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-146","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/c64-online.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/146","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/c64-online.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/c64-online.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/c64-online.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/c64-online.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=146"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/c64-online.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/146\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":638,"href":"https:\/\/c64-online.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/146\/revisions\/638"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/c64-online.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/113"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/c64-online.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=146"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}