Mehr Netzwerk für den Raspberry PI

Möchte man den Raspberry PI als Router, Firewall oder ähnliches einsetzen, so fehlt einem mindestens eine zweite Netzwerkschnittstelle. Neben den bekannten USB-WLAN-Sticks gibt es aber auch USB-Ethernet-Adapter. Ein sehr kostengünstioges Modell ist das von mir hier gestestete. Er ist unter vielen verschiedenen Namen z.B. bei eBay oder Amazon zu kaufen und kostet je nach Anbieter zwischen 5,00 und 10,00 Euro!

Hier zwei Bilder, damit man ihn in den Online-Shops identifizieren kann:

 USB-Ethernet-1   USB-Ethernet-2

Vorteil bei diesem Adapter ist, dass er nicht über 100 mA Strom verbraucht und somit keinen aktiven USB-Hub benötigt. Er kann direkt an dem USB-Port des PI angeschlossen werden, sofern man mindestens ein 1200 mA Netzteil verwendet.

Dadurch werden Proxies, Firewalls oder Router aus Raspberry PI-Basis günstig und einfach möglich.

Zum Vergleich: Ein lsusb zeigt das Device wie folgt an:

ID 0b95:772a ASIX Electronics Corp. AX88772A Fast Ethernet

Webmin auf dem Raspberry PI installieren

Der Raspberry PI eigenet sich hervorragend als kleiner Hilfsserver für kleinere Netzwerke. So kann er z.B. als DNS-, DHCP-, und/oder Mail-Server eingesetzt werden. Oftmals scheitert so ein Vorhaben jedoch an der vermeintlich umständlichen Konfiguration mittels Linux-Shell.

Um Dieses Manko auszugleichen, eignet sich das kostenlose Webinterface “Webmin” als Konfigurationstool. Die Installation ist schnell und einfach erledigt. Als erstes müssen ein paar zusätzliche Pakete installiert werden. Dazu aktualisieren wir zuerst die Paketquellen mit dem Befehl

sudo apt-get update

Anschließend können wir die notwendigen Pakete mit dem folgenden Befehl installieren:

sudo apt-get install perl libnet-ssleay-perl openssl libauthen-pam-perl libpam-runtime libio-pty-perl python libapt-pkg-perl apt-show-versions

Nach der Installation laden wir die aktuelle Version von Webmin als Debian-Paket herunter. Derzeit ist die Version 1.710 aktuell. Den neusten Link findest Du unter http://www.webmin.com/download.html.

Das Herunterladen erfolgt mit dem Befehl:

sudo wget http://prdownloads.sourceforge.net/webadmin/webmin_1.710_all.deb

und die Installation im Anschluß mit:

sudo dpkg --install webmin_1.710_all.deb

Die Installation dauert auf dem PI mehrere Minuten. Sobald die Installation abgeschlossen ist, kann Webmin im Browser z.B, mit

https://raspberry:10000

aufgerufen werden. Statt “rasbperry” kann man natürlich auch die IP-Adresse des PI verwenden, z.B. falls der PI nicht per Namensauflösung erreichbar ist.

webmin-login

Der Login erfolgt standardmäßig per ROOT-Benutzer. Dieser sollte also ein Passwort haben. Nach dem Login erscheint dann das Webinterface mit allen Konfigurationsmöglichkeiten der installierten Pakete:

 

webmin-screen

Windows-PC mit dem Pi herunterfahren

Nachdem meine Tochter eine PC hat und manchmal “vergisst”, dass es Bettzeit ist und der PC endlich heruntergefahren werden soll, habe ich einfach dem Raspberry Pi die Aufgabe gegeben, zu bestimmten Zeiten mittels Ping zu erkennen, dass der PC an ist und diesen dann einfach remote herunter zu fahren. Ich lasse dann nach fünf Minuten erneut prüfen und ggf. wieder den PC herunterfahren.

Hierzu brauchen wir nur das Paket Samba-Common installieren. Das geht mit folgendem Befehl:

sudo apt-get install samba-common-bin

Anschliessend steht der Befehl net zur Verfügung. Angenommen der PC hat die IP 192.168.1.1 und der Administrator hat das Passwort “passwort”, dann sieht der Befehl zum herunterfahren wie folgt aus:

net rpc -S 192.168.1.1 -U administrator%passwort shutdown -t 0 -f

Dabei bedeuten die Paramter “-t 0″, dass mit den Herunterfahren nach 0 Sekunden (also sofort) begonnen wird und “-f” steht für “force shutting down all applications”. Also werden alle laufenden Anwendungen umgehend beendet.

Für einen Reboot würde man hier noch den Paramter “-r” hinzufügen. Für meinen Fall wäre das aber eher kontraproduktiv. ;-)

 

SMS mit dem Raspberry Pi

Als neues Projekt habe ich die Steuerung mittels SMS veröffentlicht. Das ganze läuft bei mir mit einem Vodafone K3565-Z UMTS-Stick. Dieser Stick ist von ZTE und funktioniert problemlos. Folgende Sticks konnte ich weiterhin testen, die fehlerfrei funktionieren:

  • Aldi Medionmobile Stick (Modell/Auslieferung 10/2013)
  • Huawai E160
  • Huawai E173  (O2 gelabelt)
  • Huawai E220
  • ZTE MF110
  • ZTE MF636

Andere sollten aber auch funktionieren, da man direkt auf den Stick als Modem zugreift.

Udisks-Glue, die Festplattenbremse!

Bei der Suche nach Geschwindigkeitsoptimierung zum Thema Raspberry Pi und NAS-Server habe ich unter anderem verschiedene Dinge zum Einbinden von Festplatten getestet. Die sehr komfortable Möglichkeit mit dem Tool udisks-glue bietet zwar den Vorteil, dass ständig nach USB-Geräte gesucht wird und diese automatisch gemountet werden, jedoch reduziert sich die Festplattengeschwindigzeit um rund 50% !

Ich kam damit nur noch auf eine Schreibrate über Netzwerk von rund 4 MB / Sek.! Das ist eindeutig zu wenig. Die besten Geschwindigkeiten konnte ich herausholen, mit dem direkten Mounten per udisks –mount /dev/sda1. Zusätzliche Performance brachte das heraufsetzen des Taktes in der Datei /boot/config.txt mit folgenden Werten:

arm_freq=900
sdram_freq=450
core_freq=450

Dadurch bekomme ich jetzt eine Schreibrate über das Netzwerk von rund 9,5 MB / Sek. Das ist auch schon das Maximum, was per Netzwerk bei 100 MBit machbar ist.

Ein Hinweis: Nach Änderungen der /boot/config.txt muss der Pi rebootet werden.

 

Kompatibilität von SD-Karten

Leider ist der Raspberry Pi ein wenig wählerisch, was SD-Karten angeht. Es gibt vor allem bei den schnelleren Karten einige, die nicht korrekt funktionieren. Die Folge sind z.B. defekte Dateisysteme, Bootprobleme oder kompletter Datenverlust.

Auf meiner Suche nach SD-Karten, die möglichst schnell sind, habe ich heute die Sandisk Extreme-Karte getestet. Diese gibt es leider in verschiedenen Geschwindigkeiten. Die 30, 45 und 95 MB/Sec. Versionen sollen funktionieren. Nun konnte ich heute die 80 MB/Sec. Version zu einem günstigen Preis ergattern und stellte prompt fest, dass diese Karte leider nicht funktioniert! Schade, da gerade bei dieser Karte das Preis/Leistungsverhältnis stimmt, und die Karte so schnell ist, dass sie den Pi voll auslasten würde. Die 95er Version hingegen kostet wesentlich mehr, so dass ich weiter suche und mich mit weiteren Ergebnissen melde, bis ich eine annähernd optimale Karte gefunden habe. ;-)

Update 26.11.2013:

Ich habe heute nun die Sandisk Extreme Karte 16 GByte mit 45 MB/Sek. (steht auch direkt auf der Karte) bekommen. Die Karte funktioniert mit der aktuellen Firmware und dem letzten Raspbian-Image fehlerfrei. Beim Schreiben erreicht diese Karte im Pi eine Geschwindigkeit von 21 MB/Sek.! Das ist nahezu identisch schnell wie eine schnelle USB-Festplatte am Pi. Somit kann diese Karte auch hervorragend für z.B. SQL-Server etc. verwendet werden. Preislich ist diese Karte mit ca. 17,00 Euro auf jedenfall eine Überlegung wert, wenn es um mehr geht, als nur den Bootvorgang von der Karte!

Herzlich Willkommen

Herzlichen Willkommen auf der neuen C64-Online.com!

Die Seite C64-Online.com ist nun seit über zehn Jahren im Einsatz. Vom Forum über eine mehr oder weniger statische Informationssammlung wurde die Seite nun zu einem Blog mit Informationen auch zum Raspberry Pi entwickelt.

Da der Raspberry Pi viel mit dem C64 und dem damit verbundenen Bastel- und Programmierspaß gemein hat, gibt es im Blog und in den Informationsmenüs viele hilfreiche Beiträge.

Derzeit fehlen noch die Downloads. Diese werden aber in den nächsten Tagen wieder eingepflegt!

Viele Spaß mit diesen Seiten!